Sparprogramme oder Verschuldung?
Szeiler Ingrid
MMag.  Ingrid Szeiler
Vorstand der Raiffeisen Vermögens-verwaltungsbank AG

Die Staatshaushalte müssen weltweit saniert werden. Bei der Frage, auf welche Weise dies geschehen soll, nehmen die USA und Europa unterschiedliche Positionen ein. Anleihen bester Bonität sind jetzt ein „save haven“.

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Ihr Vermögen verdient VIP

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Dividendentitel als attraktive Nische

Nach dem famosen Anstieg der Aktienmärkte 2009, der das Anlegervertrauen steigen ließ, stellte sich zu Beginn des laufenden Jahres wieder etwas Ernüchterung ein, als Zweifel an der Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs aufkeimten und die teils enormen Haushaltsdefizite einzelner Länder in den Fokus rückten. In diese Debatte ist in den letzten Wochen nun wieder etwas Ruhe eingekehrt, aber eine gewisse Unsicherheit bleibt – gepaart mit der Tatsache, dass sich das Marktumfeld 2010 äußerst anspruchsvoll darstellt.

 
Für Anleger gilt es deshalb, Nischen zu finden, um an der wirtschaftlichen Erholung teilzuhaben – und gleichzeitig das Risiko einzuschränken, um von nicht vermeidbaren Rückschlägen nicht allzu massiv betroffen zu sein. Eine solche Nische sind Dividendentitel. Die Aussichten für Dividendentitel guter Qualität sind dabei deutlich besser, als derzeit gemeinhin wahrgenommen. Denn es stimmt: Ganz allgemein betrachtet können Aktien nach dem Anstieg 2009 nicht mehr per se als billig bezeichnet werden. Unternehmensanleihen wiederum gelten weiter als attraktiv, doch will sich nicht jeder dem Risiko einer wiederkehrenden Rezession aussetzen, die diese Assetklasse besonders stark treffen würde. Bleiben noch Staatsanleihen; wobei – wie eingangs bereits erwähnt –gerade die letzten Wochen gezeigt haben, dass diese nicht mehr uneingeschränkt als sicherer Hafen gelten können.
 
Dividendentitel von großen, international operierenden Unternehmen sind deshalb eine Überlegung wert: So kann man vom Wachstum der Schwellenländer ebenso profitieren, wie von der Sicherheit eines großen Unternehmens, das einen stabilen und gesunden Cashflow zu generieren im Stande ist. Gerade die Zeit nach einer Rezession, wenn die Wirtschaft langsam wieder in Schwung kommt, gilt typischerweise als attraktiv für dividendenstarke Titel. Und gerade jetzt, nach den vehementen Kosteneinsparungen des letzten Jahres sitzen viele Unternehmen auf hohen Cashbeständen, ohne zwingenden Investitionsdruck zu verspüren. Alles Anzeichen dafür, dass die Aussichten für Dividenden und deren Wachstumsrate nicht schlecht sind.
 
Sich deshalb einzig und alleine auf jene Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite zu konzentrieren, könnte sich als Trugschluss erweisen: Denn dies könnte beispielsweise auch die Folge eines gefallenen Aktienkurses sein und hätte somit nichts mit der Solidität des Unternehmens an sich zu tun. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Investmentfonds, die auf die Auswahl dividendenzahlender Unternehmen fokussiert sind. Diese Fonds unterscheiden sich häufig in ihrem Fokus auf Regionen und Branchen, wodurch sich für Anlageexperten weitere Optimierungsmöglichkeiten eröffnen.
 
In Summe findet man bei Dividendentiteln derzeit attraktive Investitionsmöglichkeiten. Mit der richtigen Anlagestrategie eröffnet sich hier ein äußerst opportunes Risiko- /Ertragsverhältnis.


Land: Österreich
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