Infrastrukturprojekte als Konjunktur-Stimulus

Infrastruktur per Definition umfasst alle wirtschaftlichen und organisatorischen Grundlagen, die für das Funktionieren und die Entwicklung einer Volkswirtschaft erforderlich sind. Fehlt diese, ist ein Land praktisch handlungsunfähig, wie dies am Beispiel der Bebenkatastrophe in Haiti jüngst schmerzlich bewusst wurde. Straßen, Stromversorgung, Wasserversorgung, Krankenhäuser, Schulen, Transportwege, Kommunikationsnetzwerke – all diese Einrichtungen gewährleisten das Funktionieren einer Volkswirtschaft.

Weltweit wurden im vergangenen Jahr zur Stimulierung der Konjunktur massive Investitionen in Infrastrukturprojekte angekündigt. Die Schätzungen für entwickelte Volkswirtschaften liegen bei rund 35 Mrd. USD in den kommenden 20 Jahren. Aus Budgetgründen haben Länder Investitionen in öffentliche Versorgung und Erhaltung von Gebäuden und Straßen stark reduziert. Auf der anderen Seite stellt die Globalisierung immer höhere Anforderungen an die Schwellenländer. Funktionierende Infrastruktur ist der Schlüssel zu Wachstum und Konkurrenzfähigkeit. Es besteht Aufholbedarf. In Ziffern ausgedrückt: In den nächsten 10 Jahren werden in den Schwellenländern Investitionen in Infrastrukturprojekte in Höhe von 21.700 Milliarden USD erwartet. Damit soll dem bereits massiven globalen Infrastruktur-Defizit begegnet werden. Auf die damit einhergehenden Chancen setzt der Raiffeisen-Infrastruktur-Aktien von Raiffeisen Capital Management.
 
Der Fonds fokussiert dabei auf Länder wie Brasilien, China, Indien oder Russland, die als Rohstofflieferanten auf ausreichend dimensionierte Transportwege und –mittel sowie auf zuverlässige Energieversorgung angewiesen sind. Andererseits sind im Fonds Länder wie Frankreich, Deutschland, England oder die USA vertreten, die vor allem auf den Ausbau neuer Technologien setzten, wie etwa die Erweiterung und Erneuerung des US-Energieversorgungsnetzes oder der vermehrten Nutzung von Windtechnologie entlang der europäischen Küsten.
 
Das Investmentuniversum des Fonds umfasst etwa 2600 Unternehmen. Davon schaffen es schlussendlich etwa 60 bis 90 Aktien in das Portfolio. Bei der Titelauswahl wird vor allem auf stabile Bilanzstrukturen und Verschuldungssituationen sowie Managementstabilität und günstige Bewertungen Wert gelegt. Das Fondsmanagement wird dabei von Analysten unterstützt, die regelmäßig alle für den Fonds wichtigen Sektoren screenen.
 
Aufgrund des ausschließlichen Investments in Aktien wird für den Fonds eine Behaltedauer von mindestens 10 Jahren empfohlen.