Mit gutem Gewissen veranlagen

Wer Geld veranlagt, möchte dafür in erster Linie eine angemessene Rendite lukrieren. Wer sich für eine Veranlagung nach ethisch-ökologischen Richtlinien entscheidet, kann darüber hinaus positiven Einfluss auf den gesellschaftlichen Wandel nehmen.

Raiffeisen Capital Management bietet Anlegern im Speziellen zwei Publikumsfonds, die in die Kategorie nachhaltiger Investments fallen: den Raiffeisen-Ethik-Aktien und den Raiffeisen-Österreich-Rent. Beide Fonds veranlagen ausschließlich in Unternehmen, die dauerhaft ethische, nachhaltige und soziale Kriterien erfüllen. Um die Einhaltung dieser Richtlinien zu gewährleisten, wurden zwei unabhängige Instanzen dem Investmentprozess vorgelagert.
 
Zum einen berät ein unabhängiger Ethik-Beirat, der sich aus Vertretern der Ärzteschaft, kirchlichen Stellen und NGOs zusammensetzt, Raiffeisen Capital Management in allgemeinen ethischen Fragen sowie in Bezug auf die Negativkriterien. Andererseits wird das Investmentuniversum vom unabhängigen Münchner Berater oekom research auf Basis eines wissenschaftlich begründeten Ratingverfahrens laufend geprüft. Anhand von rund 200 Indikatoren wird sowohl die soziale, kulturelle als auch die ökologische Verträglichkeit kontrolliert. Die daraus resultierenden Titel werden nochmals nach einem „Best-in-Class“-Ansatz gereiht. Entschieden wird dabei anhand von Positiv- und Negativkriterien. Die endgültige Titelauswahl wird durch das Fondsmanagement von Raiffeisen Capital Management auf Grundlage einer rein fundamental bestimmten, ökonomischen Entscheidung getroffen.
Zu den Negativkriterien zählen etwa Geschäftsfelder wie Atomkraft, Rüstung, Alkohol/Tabak oder Gentechnik. Ebenso fallen darunter Unternehmen, die menschenrechtsverletzende Geschäftspraktiken verfolgen. Zu den Positivkriterien zählen beispielsweise die Förderung von Umwelttechnologien oder erneuerbaren Energien.
 
Nachhaltigkeit ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor für Unternehmen und Investoren. Dies gilt für die internationalen Börsen wie auch für den heimischen Aktienmarkt, in dem die besten nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen im VÖNIX (VBV Österreichischer Nachhaltigkeitsindex) zusammengefasst sind. Der VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex beispielsweise erzielte in den vergangenen Jahren gegenüber dem ATX-Prime-Index eine um einige Prozentpunkte bessere Wertentwicklung.
In Österreich werden im Hinblick auf nachhaltige Geldanlageprodukte vor allem Investmentfonds angeboten. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat die Entwicklung nachhaltiger Geldanlagen erst Ende der 1990er-Jahre begonnen. Zum 30. Juni 2009 waren nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI) insgesamt 301 nachhaltige Fonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Vertrieb zugelassen. Diese Fonds hatten zu diesem Zeitpunkt ein Volumen von ca. 25,5 Mrd. Euro.