Ratings - Gütesiegel für Fonds
Um aus der Fülle angebotener Investmentfonds die richtigen und vor allem qualitativ hochwertigen herauszufinden bedarf es oft einigen Know-hows. Ein Fonds-Rating durch eine anerkannte und objektive Ratingagentur macht es Anlegern leichter. Diese Ratings werden anhand eines langwierigen und sehr spezifischen Bewertungsprozesses vergeben und sind sozusagen ein Gütesiegel für qualitativ hochwertige Fonds. Eine der renommiertesten global agierenden Ratingagenturen ist Standard&Poor’s.
Ausschlaggebend für die Vergabe eines Ratings („A“, „AA“ oder „AAA“) ist dabei nicht nur die Performance eines Fonds. So wird im Zuge des Bewertungsprozesses sozusagen der komplette Fonds bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen. Kriterien sind dabei nicht nur die „hard facts“ wie etwa die Performance bzw. der sogenannte Track record (der Erfolg in der Vergangenheit) eines Fonds, sondern auch soft skills wie etwa die Teamfähigkeit oder die Ausbildung der einzelnen am Prozess beteiligten Fondsmanager.
Der Rating-Prozess von Standard&Poor‘s umfasst insgesamt fünf Schritte:
In einem ersten Schritt werden anhand quantitativer Filter die besten Fonds ausgesucht. Dabei erfüllen laut eigenen Angaben rund 80 % aller Investmentfonds diese Kriterien nicht.
Im Zuge des zweiten Schrittes werden alle Dokumente zum Fonds wie etwa Jahres- und Zwischenberichte, aber auch Fondsprospekte und Verkaufsprospekte analysiert.
Dritter Schritt ist das qualitätsorientierte persönliche Interview. Dabei wird die Fondsgesellschaft und das Team der Portfoliomanager von zwei Analysten auf Herz und Nieren geprüft. Im Fokus stehen dabei die Anlagephilosophie des Hauses, die Anlagedisziplin, das Geschick und die Investmenterfahrung des Fondsmanagementteams. Auf die Fähigkeiten des verantwortlichen Fondsmanagers wird dabei das Hauptaugenmerk gelegt.
In einem vierten Schritt werden die gesammelten Ergebnisse der Analyse einem Rating-Ausschuss präsentiert. Aufgrund dieser neuerlichen Bewertung durch das Gremium wird dem Fonds das S&P Fund Management Rating vergeben.
Doch wer denkt, es mit dem Erhalt des Ratings geschafft zu haben, irrt. Ein spezialisiertes Team überwacht laufend alle mit einem Rating versehenen Fonds. Werden die Kriterien nicht eingehalten, folgt im Zuge der nächsten Ratingerhebung ein Downgrading.
Erst kürzlich wurden die „AA“-Ratings für die Kernprodukte Raiffeisenfonds Sicherheit, Wachstum und Ertrag von Standard & Poor’s bestätigt. Darüber hinaus erhielten der Raiffeisen 314 und der Raiffeisen-Inflationsschutz-Fonds ein Erstrating („AA“). Damit verfügen insgesamt 14 Fonds von Raiffeisen Capital Management über ein „AA“- sowie fünf über ein „A“-Ratings.
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