Heimische Investmentfonds im Juni weiter klar im Plus
Wien (APA) - Im Juni weist die Performance-Statistik heimischer Investmentfonds weiter eine positive Performance für die meisten Fonds aus, die Gewinne sind vor dem Hintergrund der Schuldenkrise allerdings weiter leicht geschrumpft. In der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) verbuchen per Ende Juni 1.069 Fonds auf Jahressicht ein Plus. Nur 47 weisen eine negative Performance aus.
Im arithmetischen Mittel - ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Investmentfonds für Ende Juni 2010 eine positive Einjahres-Performance von 13,85 Prozent aus. Ende Mai lag das Plus noch bei 14,44 Prozent. Zum Vergleich: 2008 betrug die durchschnittliche Performance minus 20,60 Prozent. 2009 waren es plus 19,25 Prozent
Die beste Einjahresperformance von 100,61 Prozent weist die Statistik wie schon im Vormonat für den "Kepler Asset Backed Securities" aus, gefolgt vom "ESPA Cash Asset-Backed" (plus 88,65 Prozent) der Erste-Fondstochter Sparinvest und vom "Raiffeisen-Russland-Aktien" (plus 78,16 Prozent). Auch auf den weiteren Spitzenplätzen finden sich mehrere Aktienfonds mit einem Fokus auf Wachstumsmärkten wie Russland oder Türkei.
Die schwächste Einjahres-Performance errechnet die VÖIG per Ende Juni für den "Leader-Fund Total Return Strategy" (minus 15,52 Prozent) der Security KAAG, gefolgt vom "Europe Return Fund" (minus 14,94 Prozent) der Raiffeisen Salzburg Invest und vom "Real Invest Europe" (minus 13,60 Prozent).
Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegt der "Euro Highgrade" der Bank Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria mit einem Wert von 2,41 auf dem besten Platz. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der "Allianz PIMCO Mortgage" (2,14) und der "Real Invest Austria" (2,05).
Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. (Schluss) mik/itz
091251 Jul 10
