Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Fonds der Raiffeisen Kapitalanlage-GmbH stehen unter www.rcm.at in deutscher Sprache zur Verfügung.
Investmentfonds 2011 mehrheitlich mit Verlusten
Die Börseneinbrüche des abgelaufenen Jahres haben auch in den Performance-Statistiken heimischer Fonds ihre Spuren hinterlassen. Von insgesamt 1.644 Fonds, die schon seit mindestens einem Jahr auf dem Markt sind, weisen 1.031 für 2011 eine negative Einjahres-Performance aus. Nur 613 Fonds performten im Vorjahr positiv, geht aus der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) hervor.
Die durchschnittliche Performance der Fonds lag 2011 im arithmetischen Mittel - also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - bei minus 5,41 Prozent. Zum Vergleich: 2010 konnten die Fonds im Schnitt 8,71 Prozent zulegen, 2009 lag das Plus sogar bei 19,25 Prozent. 2008 wiesen die Fonds nach der Eskalation der Finanzkrise und dramatischen Börsencrashs ein Minus von 20,60 Prozent aus.
Eine gute Performance sahen im Krisenjahr 2011 vor allem einige Anleihenfonds. Anleihen von Schuldnern hoher Bonität gelten als sicherer Anlagehafen in Krisenzeiten. Die beste Einjahres-Performance weist die VÖIG für den "Bond Strategy International" der Bank Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria aus. Für die thesaurierende Variante des Fonds errechnet sich ein Plus von 13,61 Prozent, für die ausschüttende eines von 13,34 Prozent. Auf Platz zwei und drei folgen der "ESPA Stock Biotec" der Erste-Fondstochter Sparinvest (plus 12,86 Prozent) und der "Schoellerbank USD Rentenfonds" (plus 12,70 Prozent in der ausschüttenden Euro-Variante des Fonds).
Die schwächste Einjahres-Performance von minus 55,14 Prozent weist die VÖIG-Statistik wie schon in den Vormonaten für den "Heeger Vermögensverwaltung AAM" der Semper Constantia Invest aus, gefolgt vom "Kepler Öko Energien" der Kepler-Fonds (minus 41,76 Prozent) und vom "ESPA VINIS Stock Austria" der Sparinvest (minus 38,75 Prozent in der ausschüttenden Variante). Auch viele andere Fonds mit einem Fokus auf österreichische Aktien fanden sich 2011 unter den größeren Verlierern.
Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegt wie in den Vormonaten der "Real Invest Austria" der Bank Austria Real Invest vorn. Die ausschüttende Variante des Fonds kommt auf eine Sharpe-Ratio von 6,12, die thesaurierende kommt auf 5,93. Den zweitbesten Sharpe-Wert von 3,43 errechnet die VÖIG wie im Vormonat für den "Allianz Pimco Mortgage" der Allianz Invest KAG.
Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. Je höher die Sharpe-Ratio, desto besser ist das Performance/Risiko-Verhältnis.
(Schluss) mik/ggr
