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Ausblick 2020

Ausblick

2019 war ein Ausnahmejahr – was kommt danach?
Von Ingrid Szeiler, Chief Investment Officer

Ingrid Szeiler

Vor einem Jahr habe ich einen optimistischen Ausblick auf das gerade beginnende 2019 gewagt. Und das, obwohl damals allgemein eine sehr schlechte Marktstimmung herrschte und das vorangegangene 2018er-Jahr weithin von Wertverlusten geprägt war. Wir haben mit unserem Optimismus Recht behalten. Teilweise. Denn tatsächlich wurden 2019 sowohl unsere Erwartungen als auch die fast aller anderen weit übertroffen, bei Aktien wie bei Anleihen.

Wird sich das heuer fortsetzen? Oder schwingt das Pendel wieder in die andere Richtung?

2019 war eines der besten Aktienjahre der letzten fünf Jahrzehnte

Gibt es da an den Aktienmärkten überhaupt noch Luft nach oben? Die Antwort ist ein klares Ja. Mit gewissen Einschränkungen. Die Statistik besagt, dass auf besonders gute Aktienjahre zumeist ein weiteres positives Jahr folgt, wenn auch mit weniger starken Kurszuwächsen. Das bedeutet natürlich nicht, dass es auch 2020 so kommen muss. Es zeigt aber, dass aus historischer Sicht ein weiterer Kursanstieg eher die Regel als die Ausnahme wäre. Zudem sind die Aktienbewertungen noch nicht überzogen, abgesehen von Sonderfällen in den USA. Dafür ist dort aber auch das Wachstum höher als in Europa oder Japan, und die gelockerte Geldpolitik der US-Notenbank kommt dem US-Aktienmarkt besonders stark zugute. Auch die Aussichten für steigende Unternehmensgewinne sind heuer recht erfreulich. Für Aktien spricht ferner, dass es kaum Alternativen zu ihnen gibt. Die Kursanstiege an den Anleihemärkten haben dazu geführt, dass die Renditen jetzt noch niedriger sind, oftmals sogar negativ. Das treibt zusätzlich Anlagekapital in den Aktienmarkt.

Auch 2020 gibt es keine Selbstläufer. Schaut man sich an den Märkten um, dann glauben derzeit sehr viele an weiter steigende Aktien. Dieser Optimismus und die sehr geringen Schwankungsbreiten der Kurse sind ein Warnsignal, vor allem kurzfristig. Es könnte auf eine bevorstehende Korrektur zur Abkühlung allzu hochfliegender Erwartungen hindeuten. Ein solcher Kursrückschlag wäre aber sogar gesund und aus heutiger Sicht eine Kaufgelegenheit.

Wohlgemerkt bedeutet das nicht, dass es nicht nach wie vor ernstzunehmende Risiken gibt, die jederzeit schlagend werden können. Diese betreffen zum einen die Politik (US-Wahlen, Handelskriege, geopolitische Konflikte, Brexit), zum anderen die Wirtschaft.

Allgemein gehen die Märkte von einer konjunkturellen Belebung und deutlich steigenden Unternehmensgewinnen aus. Sollten diese Erwartungen merklich enttäuscht werden, könnten die Aktienkurse unter Druck geraten. Wie stark, das hängt natürlich vom Ausmaß der Enttäuschungen ab. Und von der Reaktion der großen Notenbanken. Sie üben seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 einen enormen Einfluss auf Volkswirtschaften und Finanzmärkte aus. Die geldpolitische Kehrtwende der US-Notenbank Anfang 2019 lieferte auch den Startschuss für die Aktienrally. Eine weiterhin sehr zahme Inflation wird es den Zentralbanken erlauben, die Zinsen auf absehbare Zeit niedrig und die Liquiditätsversorgung hoch zu halten. Das wird die Finanzmärkte stark unterstützen.

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Einschätzungen und Positionierungen stellen eine Momentaufnahme dar und können sich jederzeit und ohne Ankündigung ändern.

Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Februar 2020.

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