Vom Abfall zum Wertstoff: Wie Unternehmen vom Kreislauf profitieren
Ressourcenknappheit, steigende Rohstoffpreise und verschärfte Umweltauflagen beschleunigen den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Statt Materialien linear zu produzieren, zu konsumieren und zu entsorgen, werden sie zunehmend im Umlauf gehalten, durch Maßnahmen wie
Wiederverwendung,
Recycling oder
innovative Geschäftsmodelle, die auf Ressourceneffizienz und Langlebigkeit setzen.

Neue Chancen
Fondsmanager Günther Schmitt: „Kreislaufwirtschaft gilt als zentrale Säule der nachhaltigen Transformation und eröffnet für Investoren neue, langfristige Wachstumschancen und Investmentchancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
Unternehmen, die auf zirkuläre Prozesse umstellen, profitieren doppelt: Sie reduzieren ihre Kosten und Emissionen und sichern sich zugleich Wettbewerbsvorteile in einer zunehmend regulierten Wirtschaft.
Zukunfts-Thema und Subtrend im Fonds
Um das Thema gezielt zu adressieren, wurde bereits vor drei Jahren die Zukunfts-Themen-Gruppe „Kreislaufwirtschaft“ bei Raiffeisen Capital Management gegründet. Ziel ist es, langfristige Gewinner dieses Strukturwandels zu identifizieren, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Unternehmen im Fonds zu berücksichtigen. Seit diesem Jahr ist das Thema Kreislaufwirtschaft zudem als eigener Subtrend innerhalb des Megatrends Klimawandel im Fonds
Unternehmensbeispiele
Zu den aktuell im Subtrend enthaltenen Unternehmen im Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien zählen unter anderem Waste Management, Aurubis, Ecolab, EssilorLuxottica, United Rentals, Crown Holdings, eBay, Enel und Elis. Sie alle tragen auf unterschiedliche Weise dazu bei, Stoffkreisläufe zu schließen und Ressourcen effizienter zu nutzen.

Fondsdetails: Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien
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Weitere Informationen
Weg von der „Wegwerfgesellschaft“ hin zu einer „Wiederverwendgesellschaft“ (oder zumindest „Zurückbringgesellschaft")
Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, Produkte und auch Materialien möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten. Das bedeutet, dass im Gegensatz zu der "Wegwerfgesellschaft", Produkte so lange wie möglich in Gebrauch bleiben, repariert werden können, und wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, ihre Einzelteile möglichst einfach wiederverwendet und recycelt werden können.
Ressourcenverbrauch reduzieren
Das derzeitige System von „nehmen, benutzen und wegwerfen“ ist enorm ressourcenintensiv und daher auch nicht zukunftstauglich.
Um den erforderlichen Paradigmenwechsel hin zu einer Kreislaufwirtschaft anschaulich zu machen, eignet sich der Blick auf das derzeit vorherrschende – lineare – Wirtschaftssystem:
Bei diesem werden Rohstoffe abgebaut und anschließend zu Produkten verarbeitet, die von Konsument:innen genutzt und schlussendlich weggeworfen bzw. entsorgt werden.
Die Verantwortung für das Produkt endet für das produzierende Unternehmen nach dem Verkauf und geht auf die Konsument:innen über, die nun für die Entsorgung zuständig sind.
Kreislaufwirtschaftsstrategien gehen weit über das Thema Recycling hinaus: zentrale Problemstellungen der Kreislaufwirtschaft müssen bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Also, wie können Produkte entwickelt werden,
die weniger Ressourcen bei der Produktion verbrauchen,
die möglichst lange haltbar sind,
die leicht reparierbar sind,
die wiederverwertet werden können und
schlussendlich am Produktlebensende die Energie rückgewonnen werden kann,
auch bekannt als die viel zitierten "Rs‘": reduce, reuse, repair und schließlich recycle und recover.
Sicherung der Rohstoffversorgung (geringere Versorgungsrisiken, Reduktion der Rohstoffabhängigkeit, Wettbewerbsvorteile bei begrenzt verfügbaren Rohstoffen)
Kostenvorteile durch Ressourceneffizienz und Recycling (Stichwort: CO2-Steuer)
Rohstoffpreisschwankungen treffen Unternehmen weniger
Regulierungen treffen Unternehmen weniger oder gar nicht (Stichwort: Plastiksteuer)
Unternehmen sind für nachhaltige Investments interessant, sie profitieren von Kapitalflüssen in Richtung nachhaltige Geschäftsmodelle und damit im Endeffekt von geringeren Kapitalkosten
Bei der Analyse des Zukunft-Themas „Kreislaufwirtschaft“ hat sich Raiffeisen Capital Management auf die folgenden drei Ansatzpunkte konzentriert:
Bereiche mit hohem Materialeinsatz und hohen Abfallmengen
Bereiche mit hohen CO2-Emissionen – d. h. Bereiche, die für die Klimawende entscheidend sind bzw. wo starke Auswirkungen auf Unternehmen zu erwarten sind
Geschäftsmodelle, die vom Trend in Richtung Kreislaufwirtschaft profitieren
Der Themenschwerpunkt „Bauen/Bauwirtschaft/Baumaterialien“ ist sowohl was Materialeinsatz als auch CO2-Emissionen betrifft, einer der Schlüsselsektoren. Hier gibt es zahlreiche Überschneidungen und Anknüpfungspunkte zu anderen Zukunfts-Themen, insbesondere zu „Rohstoffe“ und „Infrastruktur“.
Speziell beim Bauen hat Österreich noch starkes Aufholpotenzial – es ist europaweiter Spitzenreiter beim Flächenverbrauch. Täglich werden in Österreich ca. 11 Hektar Äcker und Wiesen, also rund 16 Fußballfelder beansprucht. Ziel wären schon seit Jahren max. 2,5 Hektar.
Zwei weitere Themenschwerpunkte sind „Verpackungen und Verpackungslösungen“ sowie der Bereich „Elektromüll“. Hier spüren die Unternehmen die Auswirkungen der Regulierung sehr stark und sie stehen auch in Hinblick auf hohe Abfallmengen im Fokus unserer Analyse. Auch hier gibt es Überschneidungen mit dem Zukunfts-Thema „Rohstoffe“, aber auch – was den Elektromüll betrifft – mit dem Zukunfts-Thema „Technologie“.
Eine intensive Auseinandersetzung mit diesen und weiteren ZUKUNFTS-THEMEN finden Sie auf unserer Webseite investment-zukunft.
ESG steht für Umwelt (environment, E), Soziales (social, S) sowie gute Unternehmens- bzw. Staatsführung (governance, G).
Der Raiffeisen-MegaTrends-ESG-Aktien weist eine erhöhte Volatilität auf, d. h. die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können.