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Building Bridges in Vienna | Connecting Capital Minds

Unter dem Titel „Building Bridges in Vienna – Connecting Capital Minds“ wurden brandaktuelle Themen vertieft, die institutionelle Investor:innen in Europa bewegen.

Hannes Cizek, CEO von Raiffeisen Capital Management, unterstrich in seiner Begrüßung die historische Rolle Wiens als Brücke zwischen Ost und West und die heute für internationale Investor:innen nicht mehr wegzudenkende Bedeutung der Schwellenländer, insbesondere in Bezug auf Renditechancen und Diversifikation als auch das Mega-Thema Infrastruktur zur Beimischung für jedes Portfolio. Die vielschichtigen geopolitischen Herausforderungen würden zu starken Verunsicherungen führen – genau das richtige Thema für Alexander Schallenberg.

Pragmatismus statt Wunschdenken

Gastredner Alexander Schallenberg, ehemaliger österreichischer Bundeskanzler und Außenminister, analysierte in seinem Vortrag die Rolle Europas in einer sich verändernden globalen Ordnung. Europa müsse selbstbewusster, unabhängiger, realistischer und pragmatischer werden. Er stellte klar, dass die Trennung von Wirtschaft und Politik heute illusorisch sei und verwies auf Beispiele wie Energiepolitik, Chinas Industriepolitik, US-Zölle und Konflikte im Nahen Osten, die die Verflechtung von Geschäft und Politik verdeutlichen. Europa müsse seine wirtschaftliche Stärke mit „Soft Power“ kombinieren und globale Partnerschaften ausbauen, ohne überheblich zu sein. Schallenberg betonte, dass Pragmatismus statt Wunschdenken erforderlich sei, da die Welt nicht schwarz-weiß, sondern voller Grauschattierungen sei.

Schallenberg lobte die steigenden Verteidigungs- und Forschungsinvestitionen, warnte jedoch vor einem Verlust der Innovationskraft ohne entsprechende Kapitalmarktentwicklungen. Europa brauche neben ökonomischer und militärischer Stärke vor allem mentale Stärke. Der ehemalige Außenminister kritisierte, dass Europa sich zu oft als Opfer sehe, während autoritäre Mächte wie Russland und China gezielt Zweifel säten. Er erinnerte daran, dass Europa trotz aller Krisen der lebenswerteste Kontinent der Welt sei und dass viele Menschen nach Europa streben. Schallenberg schloss mit der Feststellung, dass die letzten 30 Jahre eine Ausnahme gewesen seien, in denen Europa eine „Pause von der Geschichte“ hatte. Nun sei Europa zurück in einer unsicheren Zukunft. Er betonte, dass Demokratie nie einfach sei und dass Vertrauen die wichtigste Währung sei.

Schallenberg schloss mit der Feststellung, dass die letzten 30 Jahre eine Ausnahme gewesen seien, in denen Europa eine „Pause von der Geschichte“ hatte. Nun sei Europa zurück in einer unsicheren Zukunft. Er betonte, dass Demokratie nie einfach sei und dass Vertrauen die wichtigste Währung sei.

Alexander Schallenberg (ehemaliger österreichischer Bundeskanzler und Außenminister), Karin Kunrath (CIO Raiffeisen Capital Management) und Hannes Cizek (CEO Raiffeisen Capital Management)
Alexander Schallenberg (ehemaliger österreichischer Bundeskanzler und Außenminister), Karin Kunrath (CIO Raiffeisen Capital Management) und Hannes Cizek (CEO Raiffeisen Capital Management)

Private Markets: Wichtig dabei zu sein

Die folgende Paneldiskussion zum Thema „Private Markets“ bestritten Ravi Parekh, Managing Director von GCM Grosvenor, Jaromír Sladkovský, CEO von Raiffeisen investiční společnost, sowie Johannes Burkhardt, Managing Director, Boston Consulting Group.

Klemens Breuer, Senior Advisor von Raiffeisen Capital Management, der die Diskussion leitete, wollte von den Experten wissen, was Private Markets für Investor:innen attraktiv macht und bekam von Jaromír Sladkovský umgehend die Schlagworte Cashflows, Diversifikation, und Alpha zu hören.

Für die richtige Strategie bei Private Markets sei es wichtig, den Background des Investors zu berücksichtigen, so Burkhardt, das heißt, ob es sich beispielsweise um eine Versicherung oder ein Family Office handele. Die Assetklasse sei sehr ausgereift, es gäbe hier sehr viele Möglichkeiten.

Auch Ravi Parekh betonte die vielfältigen Opportunitäten bei Private-Markets-Investments, wichtig sei es, überhaupt dabei zu sein.

Rückblick

Das war das Raiffeisen Investment Forum 2025 in Bild und Video.

Positive Tendenzen unterstützen den Kapitalmarkt

Die Herausforderungen, mit denen sich die Kapitalmärkte angesichts der großen globalen Krisen und der Zollpolitik Trumps konfrontiert sehen, waren Gegenstand der Analyse von Karin Kunrath, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Capital Management.

Sie betonte in ihrem Vortrag, den positiven Verlauf des bisherigen Kapitalmarktjahres. Globale Aktien hätten selbst in den traditionell schwierigen Monaten August und September Kurszuwächse verzeichnet, auch auf Eurobasis. Auch risikoreichere Anleihenkategorien hätten von Spread-Einengungen profitieren können und entwickelten sich ebenfalls positiv. Deutlich besser, als noch im Frühjahr erwartet, zeigten sich die Wirtschaftsdaten und Frühindikatoren für die Konjunktur.

Die globalen Einkaufsmanagerindizes hätten sich erholt und signalisierten Zuversicht bei den Unternehmen, so Kunrath.

Das globale Wirtschaftswachstum werde für 2025 wieder bei knapp drei Prozent prognostiziert. Alles in allem sehr positive Tendenzen, die die Entwicklungen am Kapitalmarkt unterstützten, insbesondere jene an den Aktienmärkten.

Strategische Überlegungen im Rahmen von Round-Tables-Gesprächen und ein gediegener Ausklang im Palais Coburg rundeten den Event ab.

Die Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. ist ein europäischer Asset Manager. Mit 45,5 Mrd. Euro Assets under Management per Ende September 2025 ist sie die größte Fondsgesellschaft innerhalb der RBI Group. Das Unternehmen ist in wichtigen europäischen Märkten vertreten und wird von Ratingagenturen und Wirtschaftsmedien immer wieder für die hohe Qualität der Fonds ausgezeichnet. Die Raiffeisen KAG ist Gründungsmitglied der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (www.raiffeisen-nachhaltigkeit.at). Mehr Informationen finden Sie unter www.rcm.at und www.investment-zukunft.at

Dieser Inhalt ist nur für institutionelle Anlegerinnen und Anleger vorgesehen.

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